Bio

Fred Viebahn, born in 1947 in Gummersbach (Rhineland), attended school and university in Cologne and later lived as a writer and journalist in the Ruhr district and in West Berlin. He published his first book, a novella, at the age of nineteen, followed by a book of short stories and a book of poems, both in 1968. His first novel, Die schwarzen Tauben, won him the German Book-of-the-Month award in November 1969. His other novels are Das Haus Che (1973), Larissa (1976), and Die Fesseln der Freiheit (1979), which appeared in 1988 in a revised American version as The Stain. Several of his plays were produced on stage and for German radio, most notably Blutsschwestern, which premiered in 1976 at Torturmtheater Sommerhausen, directed by Veit Relin. In 1973 Mr. Viebahn received the literary prize for young writers of the City of Cologne; he was also honored with Germany's most respected fellowship in literature and the arts, the Villa Massimo residency at the German Academy in Rome, and awarded grants from the city of West Berlin, the State of Northrhine-Westphalia and the West German Foreign Ministry. From 1974-76 he served on the board of directors of the German Writers Association (Verband deutscher Schriftsteller). He was also active in politics, serving on several elected and appointed regional boards of the Social Democratic Party of Germany (SPD).

In the fall of 1976 Mr. Viebahn came to the United States as a Fulbright Fellow at the University of Iowa's International Writing Program, where he met his future wife, Rita Dove, then a graduate student in the Iowa Writers Workshop. He was writer-in-residence in the University of Texas at Austin's German department for the spring of 1977, and subsequently taught German literature at Oberlin College for two years. After literary fellowships at Mishkenot Sha'ananim in Jerusalem, Israel and at Universität Bielefeld's Center for Interdisciplinary Research in Germany, Mr. Viebahn spent eight years in Tempe, Arizona as a freelance writer and journalist and as adjunct professor at Arizona State University. Since 1989 he, his wife and their daughter Aviva (born in 1983) have been living in Charlottesville, Virginia, where he is Scholar-in-Residence at the University of Virginia and working on several literary projects.


Fred Viebahn wurde 1947 in Gummersbach (Rheinland) als Sohn des Finanzbeamten Hans Viebahn und seiner Frau Elisabeth geb. Marx geboren. Er besuchte das Städtisch-Naturwissenschaftliche Gymnasium Köln-Mülheim (Abitur März 1966), bevor er an der Universität Köln Psychologie, Germanistik, Theaterwissenschaft und Philosophie studierte (ohne formellen Abschluß; die Arbeit an einer Dissertation blieb unvollendet). Von 1970 bis 1973 lebte er in Castrop-Rauxel (Ruhrgebiet) als freier Journalist und Schriftsteller, ab 1973 in West-Berlin. Sein erstes Buch, die Novelle Der Ausbruchsversuch, veröffentlichte er als Neunzehnjähriger, gefolgt von Kurzgeschichten und einem kleinen Gedichtband. 1969 kam sein erster Roman heraus, Die Schwarzen Tauben, der von der Darmstädter Jury zum Buch des Monats November gewählt wurde. Drei weitere Romane erschienen in den Siebzigern: Das Haus Che (1973), Larissa (1976) und Die Fesseln der Freiheit (1979, 1988 in den U.S.A. in einer völlig überarbeiteten amerikanischen Version als The Stain erschienen). Außerdem veröffentlichte Viebahn eine Reihe von Hörspielen und das Theaterstück Blutsschwestern, das 1976 unter der Regie von Veit Relin am Torturmtheater Sommerhausen uraufgeführt wurde. 1973 erhielt Viebahn den Förderpreis für Literatur der Stadt Köln, 1976 ein Villa Massimo-Stipendium, und außerdem Förder- und Reisestipendien der Länder Nordrhein-Westfalen und Berlin und des Auswärtigen Amtes. Von 1974 bis 1976 saß er im Bundesvorstand des Verbandes deutscher Schriftsteller (VS). Außerdem war er von 1970 bis 1976 politisch aktiv in der Sozialdemokratischen Partei und in mehreren ihrer Vorstände und Kommissionen, u.a. als Castrop-Rauxeler Juso-Stadtverbandsvorsitzender und im Jusovorstand des SPD-Unterbezirks Dortmund.

Im Januar 1975 vertrat Fred Viebahn die deutschen Schriftsteller bei der bilateralen Kulturkonferenz des bundesdeutschen Auswärtigen Amtes und des U.S. State Department in Glen Cove, Long Island, was unter anderem zur Folge hatte, daß er ein Jahr später in Zusammenarbeit mit Auswärtigem Amt, State Department und Carl Duisberg-Gesellschaft eine mehrwöchige Amerikareise von zwölf jüngeren deutschen Autoren organisierte und leitete. Im Herbst 1976 sandte ihn die deutsche Fulbright-Kommission zum International Writing Program der University of Iowa, wo er seine künftige Frau Rita Dove traf, die zu der Zeit Studentin im Iowa Writers Workshop war. Im Frühjahrssemester 1977 ging er als Writer-in-residence an die University of Texas in Austin, und von Herbst 1977 bis Frühjahr 1979 unterrichtete er deutsche Literatur am Oberlin College in Ohio; während dieser Zeit heiratete er Rita Dove. Von Frühjahr bis Herbst 1979 lebte er in Jerusalem, Israel, davon drei Monate auf Einladung von Teddy Kollek und der Jerusalem Foundation im Gästehaus Mishkenot Sha'ananim. 1980-81 verbrachte er überwiegend in Berlin, unterbrochen von vier Monaten in Bielefeld als Stipendiat des dortigen Universitätszentrums für interdisziplinäre Forschung und des nordrhein-westfälischen Kultusministeriums. Da Rita Dove 1981 eine Professur an der Arizona State University erhielt, zog er mit ihr im Sommer jenes Jahres nach Tempe, einem Vorort von Phoenix; dort wurde 1983 die Tochter Aviva geboren. Seit 1989 lebt Fred Viebahn mit seiner Familie in Charlottesville, Virginia, wo Rita Dove an der University of Virginia einen Lehrstuhl innehat.